Stöckchen – Stellengesuch für HeldInnen

Stellengesuch für HeldinnenDas Stöckchen „Stellengesuch für HeldInnen“ habe ich von Tanja Rast stibitzt, weil ich es ganz bezaubernd finde.

Worum geht es?

Wir stellen uns vor, es gäbe eine Arbeitsvermittlungsagentur für HeldInnen, die sich auf Stellenanzeigen im agentureigenen Blatt „Mein Autor und ich“ bewerben können. Wir nehmen uns also einen aktuellen oder in Planung befindlichen Roman und schreiben die Rolle des Protagonisten aus. Wer auf eine Anzeige Erfolg ernten will, sollte tunlichst die negativen Aspekte des Jobs verschweigen.

Höhö, ganz wie im richtigen Leben. Ich schreibe die Stelle der Heldin in meiner Trilogie „Carpe Noctem“ aus.

Heldin gesucht!

Du bist 17 Jahre alt, auszubildende Buchhändlerin und träumst von einer sicheren Anstellung? Unkündbar, gut bezahlt? Die nicht nur für dich, sondern auch für deine Mutter und deinen kleinen Bruder Vorteile bringt? Bewirb dich jetzt als Seherin! Dein Job ist es, nach der Geißel der Menschheit Ausschau zu halten, mit der die Drachen vom Anbeginn der Zeit erweckt werden sollen. Du verhinderst mit deiner Gabe nichts Geringeres als die Apokalypse der Menschheit. Nicht zuletzt lernst du, hinter die Schleier der Magie zu sehen und kannst damit all die Geschöpfe erkennen, die unsere Welt bevölfkern: Drachen, Feen, Werwölfe, Vampire und vieles mehr! Selbstverständlich sorgen wir dafür, dass du in Sicherheit und gut bewacht bist. Dir wird es an nichts fehlen. Großzügige Gemächer im besten Flügel unserer Burg sind bereits für dich und deine Familie reserviert.

Wir stellen dir mehr als einen gut aussehenden jungen Mann zur Seite, damit du dich ganz wie daheim fühlst und dich nicht langweilst. Freie Auswahl! Happy End garantiert!

Konnten wir dein Interesse wecken? Dann antworte auf diese Anzeige! Chiffre CARPE NOCTEM

Wie geht es weiter?

Der zweite Teil des Stöckchens umfaßt ein Interview, nachdem sich der Held/die Heldin auf die Stellenanzeige gemeldet und den Job bekommen hat. Ist es ein Werk, das schon in Arbeit ist, führt das Gespräch die Seelsorgeabteilung der Agentur. (Arme Jessi, sie bekommt die Seelsorgeversion.) Sind die ersten Worte noch nicht geschrieben, kann das Interview als Einstellungsgespräch geführt werden. Drei bis fünf Fragen, die die Helden so wahrheitsgemäß wie möglich beantworten müssen, genügen. Daß sie bei der Beantwortung durchaus ins Schwitzen und Verzweifeln kommen dürfen, ist selbstverständlich. Wie haben ihre Hoffnungen sich erfüllt? Warum meinen sie, besonders gut auf die Anforderungen im Stellenprofil reagieren zu können? Was denken sie über ihre Autorin/ihren Autor? Und würden sie sich noch einmal bewerben?

Sei gespannt! Das Stöckchen reiche ich weiter an Dahlia!

3 Gedanken zu „Stöckchen – Stellengesuch für HeldInnen

  1. Dahlia

    Tihi, das klingt wirklich spannend – und ich ahne schon, dass es für Jessi nicht halb so vorteilhaft laufen wird, wie die Anzeige es verspricht *g*

    Jetzt muss ich mir mal überlegen, wen ich ins Schwitzen bringe 😉

    Antworten
    1. Sylvia Beitragsautor

      Oooooch, uhhhhhhhhhhm … wie kommst du darauf? 😀 Man muss mal ganz ehrlich sagen, Jessi ist an der Hälfte ihrer Schwierigkeiten selbst dran schuld. Ich meine – muss sie losziehen, um ihre besten Freundin und ihren Schatz zu retten? Echt jetzt? Nö, oder? Sie hätte ruhig und sicher in ihren schönen Gemächern sitzen bleiben können. Aber nein! Madame kann ja nicht hören. *lamentier*

      Sag mir unbedingt Bescheid, wenn du die Stellenanzeige geschrieben hast! 😀

      Antworten
      1. Dahlia

        Tse, dass diese Protagonisten sich auch immer selbst in alle möglichen Schwierigkeiten bringen müssen! Und dann sicher dem Autor auch noch die Schuld geben!

        Ich sag dir auf alle Fälle Bescheid – das Wochenende werde ich mal überlegen, wem die Ehre zu Teil wird. Ich jongliere gerade mal wieder zu viele Projekte x’D

        Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.